Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft sich am Mittwoch, den 23. September in Pittsburgh mit den Regierungschefs der G20. Dort steht viel auf dem Spiel. Um die führenden Politiker, gerade so kurz vor der Bundestagswahl, „wachzurütteln“ und ihnen die Dringlichkeit einer nachhaltigen, atomfreien Klimapolitik zu verdeutlichen, fanden am Montag, den 21. September weltweit über 2200 Aktionen zum „ersten globalen Klimaweckruf“ statt. Initiiert wurde der Aktionstag von der außerparlamentarischen Organisation Avaaz. Auch in Baden-Baden fanden gleich zwei „Flashmobs“ statt.

Unter einem Flashmob versteht man eine spontan geplante und kurzweilige Aktion, die PassantInnen verwundern und auch zum Nachdenken bringen soll. Die Aktion startet plötzlich wie aus dem Nichts und endet genauso. Die lokalen Protestaktionen wurden von der Grünen Jugend Baden- Baden organisiert. Unter dem Motto „Dornröschen Klimapolitik“ legten sich die rund 40 TeilnehmerInnen, darunter hauptsächlich Jugendliche, für fünf Minuten auf den Leopoldsplatz und in die Fußgängerzone. Dargestellt werden sollten die PolitikerInnen, die den Klimawandel verschlafen und gleichzeitig die noch schlafende Klimapolitik. Nach Ansicht der VeranstalterInnen und TeilnehmerInnen wird noch viel zu wenig für eine effektive Wende in der derzeitigen Politik getan.
Neben einem Reisebus, der kurzfristig vor den scheinbar schlafenden DemonstrantInnen Halt machen musste und dessen Fahrer sich spontan dazu legte, blieben viele PassantInnen verwundert stehen um die Aktion zu fotografieren. Die Grüne Jugend zeigte sich äußerst erfreut über die unerwartet große Anzahl an TeilnehmerInnen. Die nächste Aktion, „Warmlaufen zum Widerstand“ gegen einen drohenden Ausstieg aus dem Ausstieg wird während der zu erwartenden Koalitionsverhandlungen stattfinden, nähere Informationen werden noch bekannt gegeben.
Juliane Henn
Morgen, 17.10 Uhr, Treffpunkt Sonnenplatz für den Klimaflashmob
Beginn des Flashmob um 17.30 Uhr, Leopoldsplatz, Startsignal: Pfeifen
Dauer: 5 Minuten
Materialien: Ein Kissen oder Kissenersatz
Was machen wir: Wir legen uns fünf Minuten lang auf den Boden und „schlafen“
Motto: Kein Dornröschenschlaf in der Klimapolitik!

Liebe Wählerinnen und liebe Wähler,
als Kandidat von Bündnis 90/Die Grünen trete ich zur Bundestagswahl am 27. September im Wahlkreis 273 Rastatt an. Der Wahlkreis umfasst den gesamten Landkreis Rastatt und den Stadtkreis Baden-Baden. In Wahlwerbung und bei Podiumsdiskussionen lassen sich nur kleine Ausschnitte meiner politischen Ansichten darstellen. Auf meiner Homepage möchte ich Ihnen deshalb meine Positionen ausführlicher vorstellen. Wählen Sie bitte aus den nebenstehenden Kategorien die Themen aus. Weitere Informationen finden sie unter www.gruene-ra-bad.de.
Die Bundestagswahl findet in einer Zeit globaler Krisen statt. Finanz- und Wirtschaftskrise, Klimaveränderung und zunehmende soziale Ungerechtigkeit fordern uns heraus, sind aber auch eine Chance, die Weichen für mehr Lebensqualität, mehr Gerechtigkeit und mehr grünes Wachstum zu stellen. Ich bin davon überzeugt, dass es dafür keinen günstigeren Zeitpunkt gibt. Jede „Weiter So”-Politik wird viel höhere Kosten und schmerzhafte Einschnitte verursachen. Deshalb möchte ich Ihnen ein Angebot für eine andere Politik machen und setze mich zusammen mit meiner Partei für einen „Grünen Neuen Gesellschaftsvertrag“ ein.
Ich bin davon überzeugt: Bündnis 90/Die Grünen sind derzeit die einzige politische Kraft, die für die Herausforderungen unserer Zeit ganzheitliche, nachhaltige und vorausschauende Lösungen anbietet. Wir sind regierungswillig und -fähig! Unsere Vorschläge sind realisierbar. Wir sind die einzige Partei, die dabei nicht auf Lobbyinteressen schielt und nur Klientelpolitik betreibt. Wir haben die ganze Gesellschaft im Blick, und eben nicht nur junge Wählerinnen und Wähler oder SeniorInnen, ArbeitnehmerInnen oder Beamte, HandwerkerInnen oder UnternehmerInnen.
Eine Koalitionsaussage für die Zeit nach der Wahl wollen die Grünen und ich als Ihr Bundestagskandidat ausdrücklich nicht treffen. Wir kämpfen sehr selbstbewusst für unser Programm und für unsere Inhalte. Ebenso selbstbewusst werden wir unsere Ziele nach der Wahl in Regierung oder Opposition vertreten.
Ich stelle immer wieder mit Genugtuung fest, dass andere Parteien unserer Ideen übernehmen und teilweise kopieren. Wir sind also mit unseren Vorschlägen und Visionen immer auf der Höhe der Zeit oder anderen voraus. Aber wir bleiben dabei nicht stehen. Mit dem „Grünen neuen Gesellschaftsvertrag“ wollen wir Antworten geben auf die Herausforderungen unserer Zeit.
Ich bitte Sie deshalb: Gehen Sie zur Wahl. Unterstützen Sie mich und Bündnis 90/Die Grünen mit Ihrer Erst- und Zweitstimme für die Umsetzung unseres Programms!
Hans-Peter Behrens
Quelle: http://www.hans-peter-behrens.de/archives/1#more-1

Am 3-4. Oktober 2009 findet in Colmar/Elsass/Frankreich eine Anti-Atom-Demonstration statt.
Es wird für die Stilllegung des Atomkraftwerks Fessenheims und für den Atomausstieg demonstriert.
Die Demo startet am Samstag, 3. Oktober um 14.00 Uhr am Place Rapp. Wer Interesse hat, soll sich bitte melden –
die GJ Baden-Baden wird sich auf den Weg nach Colmar machen.
Hintergrundinfos:
Fessenheim ist ein Symbol für all diejenigen, die den Atomausstieg fordern. Im Oktober 2009 wird das älteste AKW Frankreichs
für seine dritte zehnjährige Inspektion heruntergefahren. Nach dieser Überprüfung soll über doe endgültige Stilllegung der beiden
Reaktoren oder über ihre Verlängerung für zehn zusätzliche Jahre entschieden werden. Trotz den riesigen Risiken für die Bevölkerung
(nicht nur in Frankreich, sondern u.a. auch in Deutschland und in der Schweiz) will EDF (Electricité de France) die Betriebszeit dieses
alten, gefährlichen und unrentablen AKW verlängern.
Die Atomlobby setzt sich der Stilllegung Fessenheims wider, weil dies auch die Schließung von anderen zahlreichen Reaktoren einleiten könnte,
die das Ende ihrer Betriebsdauer erreicht haben. Im Gegenteil versucht diese Lobby, die Betriebszeit der Atomkraftwerke zu verlängern und daneben
neue EPR-Reaktoren zu bauen. Mit dem Bau des AKWs Fessenheim hat sich Frankreich in Atomkraft verstrickt und kann nun mit dieser
Stilllegung diese Sackgasse verlassen.
Zukunft bedeutet Energiesparen, dezentralisierte Energieherstellung, Entwicklung erneuerbarer Energien. Nur so können wir unseren Bedarf langfristig abdecken,
ohne den Kampf gegen den Klimawandel zu vernachlässigen.
Kommt daher zahlreich am 3. und 4. Oktober 2009 zur Kundgebung nach Colmar und tragt dazu bei, dass das AKW Fessenheim endlich stillgelegt wird.
Im Herbst 2009 wird die endgültige Stilllegung Fessenheims das Signal für den Atomausstieg sein.
Quelle: Flyer von www.fessenheim-stilllegen.org
Weitere Infos unte www.fessenheim-stilllegen.org oder contact[at]fermons-fessenheim.org